„Ist Koexistenz möglich?“ - Das Eine und das Andere …. GFK macht es möglich
- Thomas

- 21. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Ich stelle mir oft die Frage, wie Zusammenarbeit in einer „Welt der Konkurrenz“ möglich sein kann. Unser westliches Wirtschaftsbild/Denken geht davon aus, dass nur der Eine oder nur der Andere gewinnen kann. Diese Denke ist stark in meinen „Denk-Genen“ verankert, denn ich bin Unternehmerstochter.
Gleichzeitig arbeite ich seit 20 Jahren daran, diese Sichtweise zu verwandeln und anzupassen, hier ein paar Beispiele dazu:
Unser örtlicher Bioladenbesitzer, bei dem ich regelmäßig einkaufe, weil ich möchte, dass es ein solches Geschäft bei uns gibt, und zwar dauerhaft – er beschwert sich öfters bei mir, wenn Veranstaltungen im Ort stattfinden, wo die „Marktstände“ zu nah an seinen Laden kommen. Ich glaube, er hat Angst, dass sie ihm sein ohnehin schwer erarbeitetes Geschäft wegnehmen. Ich verstehe es. Und ich sehe gleichzeitig auch, dass Läden derselben Art oft gleichzeitig gedeihen.
Und ich kenne diese „verflixte“ Sache auch selbst immer wieder. Wenn ich in Stress verfalle, wenn ich mitbekomme, dass andere, dasselbe wie wir in der Nähe von uns anbieten. Und dann begebe ich mich auf „innere Klausur“ – und mittels Selbstempathie arbeite ich mich ins Vertrauen zurück, gehe manchmal ins Gespräch mit so jemandem und es entwickeln sich Begebenheiten daraus, die ich mir vorher nicht hätte vorstellen können.
Neulich bei einem Vortrag. Wir waren in einem kleinen oberösterreichischen Ort eingeladen, über Wertschätzende Kommunikation zu referieren. Die Organisatorin erzählte uns, als wir ankamen, etwas zerknirscht, dass es leider – kurzfristig angesetzt und stark beworben – eine Parallelveranstaltung geben würde heute, mit einem ähnlichen Thema und einer bekannten Rednerin. Die Bank, die dazu einlade, werde auch alle Besucher zum Essen einladen. Der Ort, wo das stattfinde, sei eine tolle Location – da könne unser Pfarrheim und unsere heutige Veranstaltung wahrscheinlich nicht mithalten. Es wäre wohl vermutlich besser, wenn wir uns gemeinsam auf wenige Besucher einstellten …
UND – es kam anders! Es kamen über 40 Personen und der Abend war - aus unserer Sicht und auch aus der Sicht der KBW-Organisatorin - sehr gelungen. Unser Thema war: „Wertschätzende Kommunikation – Sprache als Schlüssel zum Miteinander“, das Thema der zweiten Veranstaltung lautete: „Wellness fürs Gehirn.“ – In diesem kleinen Ort hatte am selben Abend beides Platz. Wellness fürs Gehirn ist sicher eine gute Basis, um wertschätzend kommunizieren zu können. Wertschätzend zu denken und zu sprechen, fördert mit Sicherheit Wellness im Gehirn.
Diese Koexistenz begeistert und ermutigt mich, an der Zusammenarbeit auf Augenhöhe festzuhalten, in einer Welt, die uns oft und oft eine „andere Geschichte“ zu erzählen scheint. Das Eine UND das Andere IST möglich!
„Die Zukunft ist offen. Sie hängt von uns ab – von uns allen“ – dieses Zitat von Karl Popper ist mir gerade in die Hände gefallen und es passt meines Erachtens sehr gut zu dieser Geschichte …
Manche neuen NewsletterleserInnen schmunzeln nun vielleicht in sich hinein, weil sie dabei waren …
Wie geht es dir lieber Leser / liebe Leserin damit? Kennst du solche Geschichten auch ?
Ich freue mich auf Austausch
Nicola





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