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Sprache als Schlüssel zum Miteinander

Die Suche nach Glück nachhaltiger gestalten - mit GFK

Ich erinnere mich noch gut an eine Zeit vor mehr als 25 Jahren, in der mich eine tiefe Unzufriedenheit und Leere begleiteten. Ich versuchte, dieses Gefühl mit verschiedenen Strategien zu überdecken: exzessiver Sport, Belohnungen durch Einkäufe, Alkohol, Videospiele und Ähnliches. Diese Maßnahmen halfen nur kurzfristig; bald brauchte ich den nächsten Kick. Ich spürte, dass etwas fehlte, konnte aber nicht benennen, was es war, und so blieb ich lange erfolglos auf der Suche.

 

2003 stieß ich auf Marshall Rosenbergs Buch Gewaltfreie Kommunikation – eine Sprache des Lebens. Passagen wie „Die bedeutendste Anwendung der GFK liegt vermutlich in der Entwicklung von Selbsteinfühlung…“, „…Ich mache mir ernsthaft Sorgen darüber, dass viele von uns das Bewusstsein ihrer Einzigartigkeit verloren haben“ und „…Wenn uns kritische Selbsteinschätzungen davon abhalten, die Schönheit in uns zu erkennen, dann verlieren wir den Kontakt zur göttlichen Energie als unserer Quelle…“ weckten meine Aufmerksamkeit. Ich begann, mich intensiv mit diesem Konzept auseinanderzusetzen. Dadurch fand ich meinen Weg zu innerem Frieden und eine klare Bestimmung in meinem Leben.

 

Heute treibe ich weiterhin gern Sport – ohne Leistungsgedanken, gönne mir gelegentlich ein Glas Bier oder Wein und kaufe nur noch das, was ich wirklich brauche. Ich bin zufrieden, wenn ich genug zum Leben habe, ohne ständig mehr zu wollen. Diese innere Freiheit, mit wenig glücklich sein zu können, wünsche ich jedem Menschen. Aus dieser Überzeugung heraus gebe ich die Gewaltfreie Kommunikation weiter — nicht, um mich zu bereichern, sondern weil ich tief davon überzeugt bin und andere inspirieren möchte.

 

In meinem früheren Beamtenberuf hatte ich ein deutlich höheres Einkommen und mehr materielle Sicherheit als heute. Trotzdem bin ich jetzt viel glücklicher, weil mein Leben Sinn hat. Würde mein Lebensunterhalt vollständig gesichert sein, würde ich GFK-Seminare sogar zum Selbstkostenpreis anbieten — so sehr liebe ich diese Arbeit. Derzeit ist das noch nicht möglich, denn auch in Österreich braucht man, wie fast überall, ein Einkommen, um existieren zu können.

 

Oft erlebe ich, dass Menschen für ein Seminar kein Geld ausgeben wollen, sondern nur für etwas „Handfestes“. Das lässt mich denken, dass viele noch nicht wirklich erkannt haben, was im Leben wichtig ist, oder es nur als theoretisches Konzept kennen. Ich bedauere, dass ich viele Jahre genauso gedacht habe. Manchmal bin ich da erschöpft, weil ich mir Wertschätzung für mein Engagement wünsche. Gleichzeitig fühle ich mich hilflos, weil ich nicht die Reichweite, das Wissen oder den Einfluss habe, um genug Menschen zu erreichen und ihnen zu zeigen, dass sie in rein „Handfestem“ kaum dauerhaftes Glück finden werden.

 

Ich bin nicht in jedem Augenblick glücklich, aber ich fühle mich lebendig. Wie Marshall Rosenberg schreibt: „Das Ziel im Leben ist es, all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen. Was auch immer sich uns offenbart, es ist das Leben, das sich darin zeigt.“ Diese Erkenntnisse sind mir sehr wertvoll, und ich möchte sie mit vielen Menschen teilen, um sie zu einem Perspektivenwechsel zu inspirieren. Ich weiß, dass Informationen allein nicht ausreichen. Es braucht ein langfristiges Dranbleiben, damit unsere Sprache unser Denken und damit unser Weltbild nachhaltig prägt.

 

Deshalb ist der Prozess, Glück dauerhaft zu verankern, nicht einfach, er verlangt Selbstdisziplin. Wir brauchen erfolgversprechendere Gewohnheiten: Zum Beispiel Wertschätzung aufbringen für Dinge, die wir bisher als selbstverständlich betrachteten oder die Verantwortung für unsere Gefühle ganz zu uns zu nehmen. Es ist hilfreich, einen Guide an der Seite zu haben, der den Weg bereits gegangen ist und die Stolperfallen kennt. Genau das tun Nicola und ich aus ganzem Herzen: Wir unterstützen, leiten an und zeigen, wie man am besten vorankommt — wohl wissend, dass jeder den Weg letztlich selbst gehen muss.

 

Zum Schluss eine kleine Bitte: Falls du jemanden kennst, der Glück und Frieden finden möchte und derzeit im Außen danach sucht, frag ihn doch, ob er bereit wäre, sich unterstützen zu lassen und ein GFK-Seminar zu besuchen. Ich freue mich außerdem sehr über Rückmeldungen zu dieser Friedisch-Geschichte .

 

Herzliche Grüße,

Thomas


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